Eine Risikolebensversicherung soll das Risiko von finanzieller Not Hinterbliebener absichern. Eine Risikolebensversicherung sollte von jungen Familien, insbesondere solcher, bei denen nur ein Familienmitglied für ein Einkommen sorgt, abgeschlossen werden. Bei einem Hausbau wird eine Risikolebensversicherung zur Tilgung des Kredits verlangt. Die Kosten für eine Risikolebensversicherung werden nicht pauschal festgesetzt, sondern sie errechnen sich aus verschiedenen Faktoren.
Die Kosten einer Risikolebensversicherung
Die Risikolebensversicherung kann Kosten in unterschiedlicher Höhe verursachen. Dies wird dadurch bedingt, dass der Beitragsberechnung unterschiedliche Faktoren zugrunde liegen. Die Faktoren, die mit in die Berechnung eingehen, sind das Geschlecht des Versicherungsnehmers, das Alter bei Versicherungsbeginn, die Vertragslaufzeit, die Höhe der Versicherungssumme und mögliche Risiken, wie Vorerkrankungen. Bei der AXA wird bei der Risikolebensversicherung grundsätzlich zwischen drei Tarifarten unterschieden. Für alle, die innerhalb des letzten Jahres geraucht haben, bietet die AXA einen Rauchertarif an. Diejenigen, die im letzen Jahr nicht geraucht haben aber in den letzten 10 Jahren oder einen BMI über 30 haben, können den Nichtrauchertarif abschließen. Alle, die in den letzten zehn Jahren nicht geraucht haben, einen BMI zwischen 18,5 und 30 haben und deren berufliches Risiko gering ist, können bei Abschluss den Nichtrauchertarif Premium erhalten. Der BMI, der sich aus Körpergewicht geteilt durch die Körpergröße zum Quadrat errechnen lässt, ist eine grobe Richtschnur für Über- oder Untergewicht. Aus einem Übergewicht ergibt sich ein potenziell höheres Risiko für Herzkreislauferkrankungen, Schlaganfälle oder Diabetes.
Auch die Concordia und Hanse Merkur bieten Risikolebensversicherungen an. Ähnlich wie bei der AXA kommen auch bei der Hanse Merkur die Nichtraucher günstiger weg, da hier das Risiko an einer Krebserkrankung, insbesondere der oberen Atemwege, der Lunge oder an anderen Organgen zu sterben wesentlich geringer ist als bei Rauchern. Auch das Risiko an Herzinfarkten oder anderen tödlichen Blutgerinnseln zu versterben ist für Nichtraucher geringer.
Angebote der Versicherer
Die HDI bietet ihren Kunden flexible Risikolebensversicherungen an. So kann bei Heirat oder der Geburt von Kindern eine Anpassung des Vertrages erfolgen. Wie bei anderen Versicherungen auch wird hier ein Partnervertrag angeboten, bei dem Geschäftspartner oder auch Ehepartner mit in den Vertrag aufgenommen werden können. Die HDI bietet Kunden der Risikolebensversicherung an, in eine Renten- oder Lebensversicherung zu wechseln, was häufig bei Risikolebensversicherungen nicht möglich ist. Die Risikolebensversicherung ist prinzipiell nicht als Kapitalanlage oder Altersvorsorge gedacht, sondern sie deckt speziell das Risiko des Todes ab und ist von daher in der Regel zwar günstiger als eine Lebensversicherung, kann aber in der Vertragslaufzeit weder ausgezahlt noch veräußert werden. Daher wird eine Lebensversicherung häufig als zusätzliche Altersvorsorge betrachtet. Das ist bei der Risikolebensversicherung nicht der Fall. Hier sollen insbesondere auch junge Familien vor starken finanziellen Benachteiligungen durch den Tod des Alleinverdieners oder Hauptverdieners geschützt werden. Eine Auszahlung der Risikolebensversicherung ist in der Regel nur im Todesfall vorgesehen. Die Risikolebensversicherung ist in den Kosten daher abhängig vom Lebensstil des Versicherungsnehmers und wird individuell berechnet.
Ein Mann, der dreißig Jahre alt ist, der nicht raucht, kein Motorrad fährt oder andere gefährdenen Hobby nachgeht, Normalgewicht hat und eine Versicherungssumme von 250.000 Euro anstrebt, kann sich bereits unter zehn Euro pro Monat versichern. Für Raucher bieten einige Versicherungen eine Risikolebensversicherung an, deren Beiträge fast doppelt so hoch ist, wie die eines Nichtrauchers. Gerade bei den Kosten für eine Risikolebensversicherung zahlt sich eine gesunde Lebensweise aus, da die Risikolebensversicherung die Kosten senkt, wenn der Versicherungsnehmer sich weniger Gesundheitsgefährdungen aussetzt.
