Unfallversicherungen im Vergleich

In kaum einer Versicherungssparte gibt es eine solche Tarifvielfalt wie in der Unfallversicherung. Dabei unterscheidet sich nicht nur der Preis erheblich, gerade beim Versicherungsumfang gehen die angebotenen Leistungen extrem auseinander. Deswegen ist unbedingt ein Unfallversicherungen Vergleich angebracht.

Was ist eine Unfallversicherung?

Ein Unfall ist klar definiert: eine plötzliche, von außen auf den Körper einwirkende oder durch eine erhöhte Kraftanstrengung verursachte, gesundheitliche Beeinträchtigung. Das klingt zunächst nach Versicherungschinesisch, bei näherem Hinsehen ist es aber ganz logisch: Ob man sich bei einem Sturz verletzt oder beim Anheben einer schweren Last einen Muskel reißt, es ist ein Unfall. Zunächst ist auch uninteressant, wer ihn verursacht hat, das klären die Versicherer untereinander.

Für den Fall einer Beeinträchtigung durch einen Unfall sieht die klassische Unfallversicherung eine Entschädigung vor, die sich am messbaren Grad der Invalidität orientiert. Es handelt sich hierbei um eine Einmalzahlung, die in der Regel ein Jahr nach dem Unfall bemessen wird, um auch alle Genesungschancen zu berücksichtigen. Versicherbar sind weiterhin die Todesfall-Leistung nach einem Unfall und ein Krankenhaustagegeld, das meist mit einem Genesungsgeld in gleicher Höhe gekoppelt ist. Bei den meisten Anbietern sind Bergungskosten und Kosten für unfallbedingte kosmetische Operationen beitragsfrei bis zu einer Höchstgrenze eingeschlossen, aber auch hier lohnt der Vergleich. Eine weitere Variante ist eine Unfallrente, die ab einem vereinbarten Invaliditätsgrad monatlich geleistet wird.

Worauf ist beim Vergleich von Unfallversicherungen zu achten?

Unfallversicherer bieten gern eine Progression der Invaliditätssumme an, d.h. versichert werden 100.000 Euro und durch eine Progression von 1000 % würden bei einer 100%igen Invalidität 1.000.000 Euro entschädigt werden. Das klingt zunächst viel, allerdings belegen Statistiken, dass die meisten Unfälle eine Beeinträchtigung von 15 -25 % nach sich ziehen. Eine passende Entschädigung im o. g. Beispiel wäre dann vergleichsweise gering. Empfehlenswert ist daher ein Tarif mit 225 bis 350 % Progression und einer höheren Grundsumme. Die Berechnung der Entschädigung basiert auf einer Gliedertaxe, d.h. einem Verzeichnis, im dem genau aufgeführt ist, wie viel Prozent für den Verlust oder eingeschränkten Gebrauch einer Gliedmaße eine Unfallversicherung anrechnet. Auch hier gibt es erhebliche Unterschiede, die beim Unfallversicherungen Vergleich beachtet werden sollten.

Weitere wichtige Einschlüsse sollten sein die Infektionsklausel, die Schäden durch Infektionen (z.B. Zeckenbisse oder durch Impfungen) mit einschließt, oder ein hoher Mitwirkungsanteil bereits bestehender Vorerkrankungen. Bei vielen Anbietern werden hier 25 % berücksichtigt, d.h. wenn eine erhebliche Vorerkrankung besteht, kann eine Leistung entfallen. Empfehlenswert sind 40 bis 50 % Mitwirkungsanteil. Für die Unfallversicherung von Kindern ist es wichtig, auf Vergiftungen durch den Schlund zu achten, denn es passiert doch immer wieder, dass Kinder alles Mögliche in den Mund nehmen. Auch Tauchunfälle sind bei Bedarf interessant und sollten beim Vergleich von Unfallversicherungen nicht vergessen werden.

Ein Unfallversicherungen Vergleich spart nicht nur Geld

Eine Unfallversicherung zu vergleichen, das ist ein umfangreiches Unterfangen. Dazu kann man aber Online-Plattformen nutzen, in denen die Unfallversicherungen auch nach den versicherten Bedingungen untersucht werden. So kann man Punkt für Punkt auswählen, welche Einschlüsse und Klauseln wichtig für den speziellen Bedarf sind. Wenn ein passendes Paket zusammengestellt ist, lassen sich viele Unfallversicherungen auch bequem online abschließen oder man ist gut auf den Vertreterbesuch vorbereitet. Wichtig ist, dass nicht nur der Preis entscheidet. Schon die Frage nach der passenden Entschädigungsform, also Einmalkapital oder Rente, ist wichtig, denn das Kapital gibt es ab jedem messbaren Grad der Invalidität, die Rente ab 25 oder 50 %. Deswegen: Angebote zur Unfallversicherung vergleichen und gut vorbereitet eine eigene Meinung bilden.